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Späthumanismus und reformierte Konfession

Christoph Strohm
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      FORMAT: Hardback
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      Das internationale Symposium, das 2004 in der Johannes a Lasco Bibliothek in Emden stattfand, ging der Frage nach, ob und in welcher Weise konfessionelle Orientierungen am Ende des 16. Jahrhunderts in der Lehre der Philosophie, Jurisprudenz und Theologie an der Universität Heidelberg einen Niederschlag gefunden haben. Gerade die Vorreiterrolle der Kurpfalz mit der Universität Heidelberg bei den Versuchen einer Calvinisierung des Reiches läßt eine verstärkte Wirkung der Konfessionalisierung in den verschiedenen Lebensbereichen vermuten. Der vorläufige Befund ist jedoch widersprüchlich. Bei den Theologen kann man eine klare konfessionelle Abgrenzung feststellen, die sich gegen die sogenannten Gnesiolutheraner und das Luthertum der Konkordienformel, nicht jedoch gegen das melanchthonianisch gesinnte Luthertum richtet. Bei den Philosophen ist das kaum greifbar, wie gerade die ambivalente Haltung zur ramistischen Methode zeigt. Bei den Juristen, die sich in der großen Mehrheit der reformierten Konfession verbunden wissen, lassen sich Aspekte herausarbeiten, die eine scharfe Abgrenzung gegenüber dem "Papismus" deutlich machen. Hingegen wird auf innerprotestantische Abgrenzungen fast völlig verzichtet und vielmehr durchgängig Kritik an dem ärgerlichen "Theologengezänk" formuliert. Insgesamt wird deutlich, wie wenig aussagekräftig die Etiketten "calvinistisch" oder "reformiert" sind. Nicht weniger charakteristisch für das damalige Heidelberger Gelehrtenmilieu ist die tiefe Verbundenheit mit humanistischem Gedankengut sowie die starke Präsenz westeuropäischer Beziehungen und Erfahrungshorizonte.
      Format: Hardback CONTRIBUTORS: Christoph Strohm EAN: 9783161490422 COUNTRY: Germany PAGES: WEIGHT: 713 g HEIGHT: 163 cm
      PUBLISHED BY: JCB Mohr (Paul Siebeck) DATE PUBLISHED: 2006-10-23 CITY: GENRE: RELIGION / General, RELIGION / Christianity / History, RELIGION / Christian Theology / General, RELIGION / Theology, RELIGION / Christian Church / History WIDTH: 242 cm SPINE:

      Book Themes:

      Christianity, Christian Churches, denominations, groups, Theology, Religious institutions and organizations

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      Geboren 1958; 1978-83 Studium der Ev. Theologie und Geschichte in München, Neuendettelsau und Heidelberg; 1987 Promotion; 1987−88 Research Fellow, University of Chicago; 1995 Habilitation; 1996−2006 Professor für Kirchengeschichte, Ruhr-Universität Bochum;) seit 2006 Professor für Kirchengeschichte, Universität Heidelberg; seit 2008 ordentl. Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Geboren 1961; Studium der Ev. Theologie in Apeldoorn; seit 1997 Professor für Kirchengeschichte und Kirchenrecht an der Theologischen Universität Apeldoorn, Direktor von Refo500 und Wissenschaftlicher Kurator der Johannes a Lasco Bibliothek. Associate Professor of Library Media an der Alabama State University.
      Das internationale Symposium, das 2004 in der Johannes a Lasco Bibliothek in Emden stattfand, ging der Frage nach, ob und in welcher Weise konfessionelle Orientierungen am Ende des 16. Jahrhunderts in der Lehre der Philosophie, Jurisprudenz und Theologie an der Universität Heidelberg einen Niederschlag gefunden haben. Gerade die Vorreiterrolle der Kurpfalz mit der Universität Heidelberg bei den Versuchen einer Calvinisierung des Reiches läßt eine verstärkte Wirkung der Konfessionalisierung in den verschiedenen Lebensbereichen vermuten. Der vorläufige Befund ist jedoch widersprüchlich. Bei den Theologen kann man eine klare konfessionelle Abgrenzung feststellen, die sich gegen die sogenannten Gnesiolutheraner und das Luthertum der Konkordienformel, nicht jedoch gegen das melanchthonianisch gesinnte Luthertum richtet. Bei den Philosophen ist das kaum greifbar, wie gerade die ambivalente Haltung zur ramistischen Methode zeigt. Bei den Juristen, die sich in der großen Mehrheit der reformierten Konfession verbunden wissen, lassen sich Aspekte herausarbeiten, die eine scharfe Abgrenzung gegenüber dem "Papismus" deutlich machen. Hingegen wird auf innerprotestantische Abgrenzungen fast völlig verzichtet und vielmehr durchgängig Kritik an dem ärgerlichen "Theologengezänk" formuliert. Insgesamt wird deutlich, wie wenig aussagekräftig die Etiketten "calvinistisch" oder "reformiert" sind. Nicht weniger charakteristisch für das damalige Heidelberger Gelehrtenmilieu ist die tiefe Verbundenheit mit humanistischem Gedankengut sowie die starke Präsenz westeuropäischer Beziehungen und Erfahrungshorizonte.
      Format: Hardback CONTRIBUTORS: Christoph Strohm EAN: 9783161490422 COUNTRY: Germany PAGES: WEIGHT: 713 g HEIGHT: 163 cm
      PUBLISHED BY: JCB Mohr (Paul Siebeck) DATE PUBLISHED: 2006-10-23 CITY: GENRE: RELIGION / General, RELIGION / Christianity / History, RELIGION / Christian Theology / General, RELIGION / Theology, RELIGION / Christian Church / History WIDTH: 242 cm SPINE:

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      Christianity, Christian Churches, denominations, groups, Theology, Religious institutions and organizations

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      Geboren 1958; 1978-83 Studium der Ev. Theologie und Geschichte in München, Neuendettelsau und Heidelberg; 1987 Promotion; 1987−88 Research Fellow, University of Chicago; 1995 Habilitation; 1996−2006 Professor für Kirchengeschichte, Ruhr-Universität Bochum;) seit 2006 Professor für Kirchengeschichte, Universität Heidelberg; seit 2008 ordentl. Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Geboren 1961; Studium der Ev. Theologie in Apeldoorn; seit 1997 Professor für Kirchengeschichte und Kirchenrecht an der Theologischen Universität Apeldoorn, Direktor von Refo500 und Wissenschaftlicher Kurator der Johannes a Lasco Bibliothek. Associate Professor of Library Media an der Alabama State University.

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