FREE delivery to all EXCLUSIVE BOOKS stores nationwide. FREE delivery to your door on all orders over R450. Excludes all international deliveries.

Strafbegriff, Staatsverständnis und Prozessstruktur

Volker Haas
    Product form
      FORMAT: Hardback
      YOU COULD EARN 0 FUTURE RETAIL DISCOUNTS.

      This product is either out of print or out of stock. Add it to your wishlist and we will automatically let you know if it comes back into stock. Add to Wishlist

      ESTIMATED DELIVERY: Possibly out of print
      BUY NOW PAY LATER
      From R 0.00 per month!
      3x monthly payments of R 0.00 with
      4x fortnightly payments of R 0.00 with

      This product is either out of print or out of stock. Add it to your wishlist and we will automatically let you know if it comes back into stock. Add to Wishlist

      Der deutsche Strafprozess zeichnet sich durch die Besonderheit aus, dass zwar das Verfahren durch die Anklageerhebung der Staatsanwaltschaft als Strafverfolgungsorgan in das Stadium der Hauptverhandlung gelangt, dass es aber nach ihrer Eröffnung Aufgabe des Gerichts ist, den Sachverhalt von Amts wegen zu ermitteln. Bei der Festsetzung der Strafe unterliegt es keinen Bindungen an die Anträge der anderen Prozessbeteiligten. Die Staatsanwaltschaft kann daher die Anklage in der Hauptverhandlung nicht rechtswirksam vertreten und übt somit in diesem Verfahrensabschnitt lediglich die Rolle eines Gesetzeswächters aus. Die daher nicht zu leugnende Tatsache, dass das reformierte Strafverfahren die Inquisitionsmaxime nicht vollständig überwunden hat, beruht historisch zum einen auf einem fortwirkenden quasi-absolutistischen Souveränitätsverständnis, mit dem ein wirklicher Rechtsstreit zwischen Untertan und Staat sowie wirkliche Kontrolle der Exekutive durch Gerichte als unbeteiligte Dritte nicht zu vereinbaren gewesen wäre. Zum anderen wurde der Strafrichter wiederum als Sachwalter einer sittlich oder sogar religiös begründeten absoluten Strafgerechtigkeit qualifiziert. Da beide Gründe heute unter der Herrschaft des Grundgesetzes ihre Gültigkeit verloren haben, untersucht Volker Haas abschließend, ob nicht die Hauptverhandlung als Parteiprozess ausgestaltet werden müsste, in dem der Staat sein Strafrecht gegenüber dem Angeklagten, der Angeklagte aber auch seine subjektiven Grundrechte gegenüber dem Staat vor einem neutralen Gericht durchsetzen kann.
      Format: Hardback CONTRIBUTORS: Volker Haas EAN: 9783161494024 COUNTRY: Germany PAGES: WEIGHT: 914 g HEIGHT: 163 cm
      PUBLISHED BY: JCB Mohr (Paul Siebeck) DATE PUBLISHED: 2008-08-06 CITY: GENRE: LAW / Administrative Law & Regulatory Practice, LAW / Constitutional, LAW / Criminal Law / General, LAW / Public, LAW / Government / State, Provincial & Municipal WIDTH: 239 cm SPINE:

      Book Themes:

      Europe, Germany, Constitutional and administrative law: general, Criminal law: procedure and offences

      Customer Reviews

      Be the first to write a review
      0%
      (0)
      0%
      (0)
      0%
      (0)
      0%
      (0)
      0%
      (0)
      Geboren 1963; Studium der Philosophie in Saarbrücken und der Rechtswissenschaften in Tübingen; 2001 Promotion; 2006 Habilitation; wissenschaftlicher Rat an der Universität Tübingen.
      Der deutsche Strafprozess zeichnet sich durch die Besonderheit aus, dass zwar das Verfahren durch die Anklageerhebung der Staatsanwaltschaft als Strafverfolgungsorgan in das Stadium der Hauptverhandlung gelangt, dass es aber nach ihrer Eröffnung Aufgabe des Gerichts ist, den Sachverhalt von Amts wegen zu ermitteln. Bei der Festsetzung der Strafe unterliegt es keinen Bindungen an die Anträge der anderen Prozessbeteiligten. Die Staatsanwaltschaft kann daher die Anklage in der Hauptverhandlung nicht rechtswirksam vertreten und übt somit in diesem Verfahrensabschnitt lediglich die Rolle eines Gesetzeswächters aus. Die daher nicht zu leugnende Tatsache, dass das reformierte Strafverfahren die Inquisitionsmaxime nicht vollständig überwunden hat, beruht historisch zum einen auf einem fortwirkenden quasi-absolutistischen Souveränitätsverständnis, mit dem ein wirklicher Rechtsstreit zwischen Untertan und Staat sowie wirkliche Kontrolle der Exekutive durch Gerichte als unbeteiligte Dritte nicht zu vereinbaren gewesen wäre. Zum anderen wurde der Strafrichter wiederum als Sachwalter einer sittlich oder sogar religiös begründeten absoluten Strafgerechtigkeit qualifiziert. Da beide Gründe heute unter der Herrschaft des Grundgesetzes ihre Gültigkeit verloren haben, untersucht Volker Haas abschließend, ob nicht die Hauptverhandlung als Parteiprozess ausgestaltet werden müsste, in dem der Staat sein Strafrecht gegenüber dem Angeklagten, der Angeklagte aber auch seine subjektiven Grundrechte gegenüber dem Staat vor einem neutralen Gericht durchsetzen kann.
      Format: Hardback CONTRIBUTORS: Volker Haas EAN: 9783161494024 COUNTRY: Germany PAGES: WEIGHT: 914 g HEIGHT: 163 cm
      PUBLISHED BY: JCB Mohr (Paul Siebeck) DATE PUBLISHED: 2008-08-06 CITY: GENRE: LAW / Administrative Law & Regulatory Practice, LAW / Constitutional, LAW / Criminal Law / General, LAW / Public, LAW / Government / State, Provincial & Municipal WIDTH: 239 cm SPINE:

      Book Themes:

      Europe, Germany, Constitutional and administrative law: general, Criminal law: procedure and offences

      Customer Reviews

      Be the first to write a review
      0%
      (0)
      0%
      (0)
      0%
      (0)
      0%
      (0)
      0%
      (0)
      Geboren 1963; Studium der Philosophie in Saarbrücken und der Rechtswissenschaften in Tübingen; 2001 Promotion; 2006 Habilitation; wissenschaftlicher Rat an der Universität Tübingen.

      Recently viewed products

      Login

      Forgot your password?

      Don't have an account yet?
      Create account