Beschuldigte, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind, sind auf die Hilfestellung eines Dolmetschers angewiesen. Sowohl Strafrechtswissenschaftler als auch Strafrechtspraktiker gehen davon aus, dass nur eine wörtliche Übertragung richtiges Dolmetschen gewährleistet, und nur durch eine solche sowohl das Strafverfolgungsinteresse des Gerichts als auch das Verteidigungsinteresse des Beschuldigten gewahrt bleibt. Ganz anders sieht das die Übersetzungswissenschaft. Sie weist darauf hin, dass Wörtlichkeit als Kriterium für gelungenes Dolmetschen gänzlich unbrauchbar ist. Christian Kranjcic überträgt die Erkenntnisse der Übersetzungswissenschaft auf die Frage, wie im Strafverfahren zu dolmetschen sei. Von größter Bedeutung ist dabei, zu unterscheiden, ob der Dolmetscher im "Auftrag" des Gerichts, des Zeugen oder des Beschuldigten tätig wird und entsprechend, an wessen Interessen er seine Übertragung auszurichten hat.
Format: Paperback / softback
CONTRIBUTORS: Christian Kranjcic
EAN: 9783161502743
COUNTRY: Germany
PAGES:
WEIGHT: 387 g
HEIGHT: 155 cm
PUBLISHED BY: JCB Mohr (Paul Siebeck)
DATE PUBLISHED: 2010-06-29
CITY:
GENRE: LAW / Criminal Law / General
WIDTH: 231 cm
SPINE:
Book Themes:
Germany, Criminal law: procedure and offences
Geboren 1976; Studium der Rechtswissenschaft in München; 2009 Promotion; derzeit juristischer Referent in der Finanzabteilung des Landeskirchenamts der Ev.-Luth. Kirche in Bayern.