Die Arbeit zeigt mit den Mitteln der Rechtsvergleichung Wege zum besseren Verständnis des Phänomens Rechtsmissbrauch, indem sie theoretisch und praxisorientiert die allgemeinen Schranken solchen missbilligten Verhaltens der Prozessparteien im deutschen und französischen Zivilprozess untersucht. Nach einer Funktionsbestimmung der gesuchten allgemeinen Rechtsmissbrauchsschranke werden die in Betracht kommenden nationalen Rechtsinstitute zunächst innerhalb ihrer jeweiligen Dogmatik rechtsvergleichend analysiert und an den Kategorien der Zweckmäßigkeit und Effektivität gemessen. Das so gewonnene Zwischenergebnis wird sodann einer kritischen Gegenprüfung in einer Reihe von Beispielsfällen der Praxis unterzogen. Auf diese Weise eröffnet sich im Ergebnis ein Blick hinter das systemverhaftete herkömmliche Verständnis von einer Konkordanz der Rechtsmissbrauchsschranken in den beiden Rechtsordnungen, der de lege ferenda im europäischen Kontext systembildend wirken könnte.
Format: Paperback / softback
CONTRIBUTORS: Holthausen
EAN: 9783631539248
COUNTRY: Switzerland
PAGES:
WEIGHT: 0 g
HEIGHT: 0 cm
PUBLISHED BY: Peter Lang AG
DATE PUBLISHED: 2005-07-05
CITY:
GENRE: LAW / Civil Law, LAW / Civil Rights, LAW / Comparative
WIDTH: 0 cm
SPINE:
Book Themes:
Systems of law: civil codes / civil law, Comparative law, Private or civil law: general, Law: Human rights and civil liberties
Die Autorin: Dagmar Holthausen, Jahrgang 1968; Studium der Rechtswissenschaften und Europäischen Rechtspraxis in Hannover und Rouen (Frankreich); 1994 Erste juristische Staatsprüfung sowie Erlangung des akademischen Grades eines Magister Legum Europae; 1997 Zweite juristische Staatsprüfung. Tätig u. a. als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Hannover, seit 1999 als Syndikusanwältin.