Die multimodale Studie zum Spannungs- respektive Angsterleben im Horrorfilm ist Teil eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Kooperationsprojektes zwischen Filmwissenschaft (Universität Mainz) und Informatik (Universität Hannover), das dem Ausbau der digitalen Infrastruktur dient. Dies erfolgt über die Entwicklung einer Softwareplattform, die es Forscherinnen und Forschern ermöglicht, automatisiert und manuell Daten aus audiovisuellem Material zu gewinnen. In diesem ersten exemplarischen Forschungsprojekt wurden zur Untersuchung eines 20 Filme umfassenden Slasher-Film-Korpus, einem Sub Genre des Horrorfilms, einerseits das System zur manuellen Annotation sowie andererseits die grundlegenden algorithmischen Verfahren zur Erhebung von Einstellungslängen, Kameragrößen, den Helligkeits- und Laustärkewerten und zur Erkennung von Gesichtern in das System implementiert. Kann das Auslösen einer Angstreaktion als funktionaler Kern beim Spannungserleben eines Horrorfilms betrachtet werden, ermittelt die Arbeit, unter der Verwendung explorativ-statistischer Verfahren, Regelmäßigkeiten im Aufbau von diesbezüglich relevanten Inhalten. Die Untersuchung zeigt letztlich, dass Slasher-Filme durch ihre Inszenierung Eigenschaften von Gefahrensituationen simulieren, auf die das Publikum von Natur aus sensibilisiert ist.
Format:
CONTRIBUTORS: Julian Sittel
EAN: 9783658447748
COUNTRY: Germany
PAGES:
WEIGHT:
HEIGHT: 210 cm
PUBLISHED BY: Springer Fachmedien Wiesbaden
DATE PUBLISHED: 2024-07-14
CITY:
GENRE: PERFORMING ARTS / Film / General, PERFORMING ARTS / Television / General
WIDTH: 148 cm
SPINE:
Book Themes:
Performing arts
Julian Sittel ist als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Film-, Theater-, Medien- und Kulturwissenschaft der Universität Mainz beschäftigt. Er arbeitet im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projektes zum Ausbau der digitalen Infrastruktur in den Medienwissenschaften an der Entwicklung einer Softwareplattform für die systematische Film- und Videoanalyse.